Der Rundweg Montan (Montagna) – Pinzon (Pinzano) – Glen (Gleno) ist 6,4 km lang, dauert 2 Stunden und überwindet 208 Höhenmeter. Für den ersten Tag dieser Route brauchen Sie kein Auto: der Weg führt an Glen vorbei. Die beiden folgenden Tage bringen Sie an den wärmsten Badesee der Alpen und in eine 400 Meter tiefe Schlucht.

Die Route ist nach Gebieten geordnet, nicht nach Sehenswürdigkeiten: erst die unmittelbare Umgebung, dann das Talbecken mit dem See, zuletzt das Hochplateau.

Tag 1: Was lässt sich von Glen aus zu Fuß erreichen?

Der Rundweg Montan – Pinzon – Glen: 6,4 km, 2 Stunden, 208 Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad leicht. Start ist das Café Sportbar in Montan auf 410 m beim Sportplatz, höchster Punkt ist Glen auf 613 m. Der Rückweg verläuft auf der Trasse der ehemaligen Fleimstalbahn.

Die Markierungen der Reihe nach: Kaltegg-Weg, Weg Nr. 5, Weg 4, Weg 1, dann der „Bahnweg“ und Nr. 4B. Der Untergrund wechselt deutlich – Dorfstraßen, ein steiler Anstieg durch den Kastanienhain, zum Schluss die alte Bahntrasse leicht abfallend, breit und bequem. Beste Jahreszeit: Frühling und Herbst.

Die kurze Variante

Sind zwei Stunden zu viel, nehmen Sie die Rundvariante Montan – Glen – Montan des Blauburgunderwegs: 4,1 km, 1 Stunde 15 Minuten, 180 Höhenmeter. Sie ist eine von drei Rundvarianten eines Weinwanderwegs, der insgesamt 16 km misst und durch die Weinberge zwischen Mazzon, Glen und Pinzon führt.

Was Sie in Pinzon sehen

  • Kirche St. Stephan: spätgotischer Altar des Brixner Meisters Hans Klocker von 1490, dazu eine historische Wörle-Orgel.
  • Pinzoner Keller: historischer Kellereibau, erkennbar an den naiven Malereien auf den Fassaden.
  • Saltnerturm: mitten in den Weinbergen, einst Wachposten für die Traubenhüter.
  • St.-Stephans-Platz mit Brunnen; südwestlich davon die Ruine von Schloss Kaldiff.

Der Nachmittag gehört einer Kellerei der Umgebung. Der Blauburgunder ist hier zu Hause, die Rebflächen reichen bis auf 1.150 m Höhe. Verkostungen sind fast immer nur mit Voranmeldung möglich – rufen Sie am Morgen an.

Tag 2: Warum ist der Kalterer See so warm?

Weil er flach ist. Die maximale Tiefe beträgt 5,6 Meter, die Sonne erwärmt also die gesamte Wassersäule. Im Sommer erreicht der See bis zu 28 °C und ist damit der wärmste Badesee der Alpen. Mit 147 Hektar Fläche ist er zugleich der größte natürliche Badesee Südtirols, auf 425 m Höhe.

  • Seerundweg zu Fuß: 7,5 km, rund 90 Minuten, flach.
  • Die Lidos sind von Mitte Mai bis Ende September geöffnet, darunter das Lido Kalterer See und Gretl am See mit der einzigen Surfschule Südtirols.
  • Eintritt Lidos: etwa 7,50 € für Erwachsene, reduziert für Kinder und ab 17 Uhr. Bitte vor Ort prüfen, die Preise ändern sich jede Saison.

Nach dem Bad geht es ins Dorf. Kaltern (Caldaro) hat 8.161 Einwohner und einen kompakten Kern rund um den Marktplatz; die Kellerei Kaltern führt ein Winecenter und die Weinbar 1900. Über dem Ort liegt die Ruine Leuchtenburg, und die Mendelbahn, seit 1903 in Betrieb, fährt hinauf auf 1.363 m. Bleibt Zeit, fügen Sie Tramin (Termeno) an der Südtiroler Weinstraße hinzu – den Ort, der dem Gewürztraminer seinen Namen gab.

Tag 3: Archäologie oder Geologie? Zwei Möglichkeiten

Am dritten Tag wählen Sie zwischen zwei sehr unterschiedlichen Programmen. Castelfeder ist eine leichte Wanderung von 5 km zwischen Archäologie und Trockenwiesen und passt auch in einen halben Tag. Der GEOPARC Bletterbach verlangt rund 3 Stunden Gehzeit in der Schlucht und füllt den ganzen Tag.

Variante A: Castelfeder und Neumarkt

Castelfeder ist ein Biotop von 108 Hektar in der Gemeinde Montan, zwischen 222 und 408 m Höhe. Die klassische Runde misst 5 km bei 180 Höhenmetern und dauert etwa 2 Stunden; der Weg zur Akropolis ist rund 2 km lang. Auf dem Hügel wurden über 160 Gebäudefundamente verschiedener Epochen nachgewiesen, die älteste Siedlung ist ein rätisches Dorf, das von der Akropolis geschützt wurde.

Südlich davon liegt Neumarkt (Egna), mittelalterlicher Marktort mit seinen Lauben entlang der Hauptstraße. Seit 2014 zählt der Ort zu „I Borghi più belli d’Italia“, der Vereinigung der schönsten Dörfer Italiens. Ein guter Platz für das Mittagessen und einen Kaffee im Schatten der Arkaden.

Variante B: GEOPARC Bletterbach

Die Bletterbachschlucht ist 8 km lang und 400 Meter tief und gehört zum UNESCO-Welterbe Dolomiten. Der geologische Lehrpfad dauert etwa 3 Stunden. Ein Helm ist Pflicht, der Verleih ist im Ticket enthalten; dieses kostet rund 9,00 € für Erwachsene und ist bis 14 Jahre kostenlos. Geöffnet ist von 1. Mai bis 31. Oktober.

  • Besucherzentrum Aldein (Aldino): 9.30–18.00 Uhr, Lerch 40, 39040 Aldein (BZ), Tel. +39 0471 886946.
  • GEOMuseum Radein (Redagno): 9.30–17.30 Uhr.
  • Im Ticket enthalten: Schlucht, Ausstellung im Besucherzentrum, GEOMuseum und Helmverleih.

Wie passen Sie die Route an die Jahreszeit an?

Im Winter fallen zwei Bausteine weg: die Lidos am Kalterer See haben nur von Mitte Mai bis Ende September geöffnet, und der GEOPARC Bletterbach ist von 1. November bis 30. April geschlossen. Der Seerundweg, die Dörfer, die Kellereien und die tief gelegenen Wege bleiben.

  • Frühling und Herbst: die ideale Zeit für den Rundweg Montan – Pinzon – Glen. Im Herbst kommt das Törggelen dazu, von Anfang Oktober bis Ende November in den Buschenschänken.
  • Sommer: den See am frühen Morgen, die schattigen Wege im Kastanienhain am Nachmittag.
  • Winter: ersetzen Sie Tag 3 durch Neumarkt und Castelfeder, beide ganzjährig zugänglich, und halten Sie eine Kellerei als Regenprogramm bereit.

Vom Haus aus

Glen ist eine Fraktion mit 69 Einwohnern an den südwestlichen Hängen des Cislonbergs, verteilt auf Oberglen und Unterglen entlang der Straße nach Truden. Die Ferienwohnungen des Hermann Hof liegen in einem Hof mit drei Hektar Wald und Weinbergen: Sie wachen mitten in der Landschaft von Tag 1 auf, nicht eine halbe Autostunde davon entfernt.

Mit eigener Küche frühstücken Sie früh und kochen abends mit dem, was Sie im Tal gekauft haben. Zwei Ziele zu Fuß: der Glener Viadukt, eine 73 Meter lange Steinbrücke der alten Bahnlinie, und der Wasserfall am Trudner Bach unterhalb des Mühlentals.

Foto: Thomas Monsorno


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